Saint-Tropez war bis in die 1950er ein unscheinbares Fischerdorf an der Côte d'Azur – bekannt allenfalls bei Malern wie Paul Signac, der 1892 hier sein Atelier aufschlug. Der Wendepunkt kam 1956 mit dem Film „Und ewig lockt das Weib" und einer jungen Brigitte Bardot, die kurz darauf ihr eigenes Fischerhaus („La Madrague") in der Nähe kaufte. Seitdem ist Saint-Tropez Fixpunkt des internationalen Jetsets: Superyachten im Hafen, Prominente in den Gassen, entsprechend hohe Preise überall.
Ich wollte aber gar nicht in die eigentliche Stadt – sondern an den Strand. Etwas außerhalb, an der Küstenstraße Richtung Sainte-Maxime auf Gemeindegebiet von Grimaud, fand ich einen kostenlosen, gut erreichbaren Parkplatz direkt am Strand – mit einer freien Ladesäule obendrauf. Kein Vergleich zu den Parkgebühren und Preisen, die man in der Stadt selbst zahlt. Wer noch etwas sehen will, während das Auto lädt: Zu Fuß sind es von hier aus rund 30 Minuten bis nach Port Grimaud.
Port Grimaud ist keine gewachsene Altstadt, sondern eine in den 1960ern komplett neu geplante Retortensiedlung: schmale Kanäle statt Straßen, bunte Fassaden im provenzalischen Stil, jedes Haus mit eigenem privaten Bootsanleger direkt vor der Tür – über 2.000 Liegeplätze insgesamt. Wegen der Ähnlichkeit zu den venezianischen Kanälen hat sich der Spitzname „Venedig der Côte d'Azur" durchgesetzt.
- LageRoute du Littoral, Grimaud – Küstenstraße im Golf von Saint-Tropez, Richtung Sainte-Maxime
- ParkplatzKostenlos, direkt am Strand
- Ladepreis3 ct/kWh + 6 ct/Minute
- RegionDépartement Var, Côte d'Azur
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Die Ladesäule am Strand
📍 43.284419, 6.594736 (Route du Littoral, Grimaud) 🧭 Navigation starten
Der Preis: 3 ct/kWh plus 6 ct pro Minute Standzeit. Bei mir wurden daraus für 30 kWh insgesamt 15 € – rund 0,90 € für den Strom selbst, der Rest über die Zeitkomponente (bei 30 kWh macht das rechnerisch fast 4 Stunden Standzeit). Nicht ganz billig, aber für einen kostenlosen Parkplatz direkt am Strand ein mehr als fairer Deal.
Saint-Tropez selbst
Wer dann doch noch in die Stadt will: Der alte Hafen mit den aufgereihten Superyachten ist bis heute das Postkartenmotiv schlechthin, dahinter die bunten Fassaden der Altstadt und enge Gassen voller Boutiquen. Zum Jetset-Mythos beigetragen haben seit den 1950ern nicht nur Bardot, sondern auch Stars wie Alain Delon und Jean-Paul Belmondo, die bei ihr ein und aus gingen. Bis heute ist Saint-Tropez eines der teuersten Pflaster Frankreichs – der kostenlose Strandparkplatz ein paar Kilometer weiter also eine willkommene Ausnahme.
Fazit: Wie lade ich bei Saint-Tropez?
- Nicht in die Stadt fahren müssen: der kostenlose Strandparkplatz an der Route du Littoral in Grimaud ist die deutlich entspanntere Alternative.
- Preis im Kopf behalten: 3 ct/kWh plus 6 ct/Minute – bei langem Stehen kann da einiges zusammenkommen, für den Strandtag trotzdem fair.