Monaco ist nach dem Vatikan der zweitkleinste Staat der Welt – ein Fürstentum von gerade mal rund 2 km², eingeklemmt zwischen den französischen Bergen und dem Mittelmeer, komplett von Frankreich umgeben. Weltberühmt wurde der Zwergstaat durch die Formel 1, die einmal im Jahr mitten durch die Straßen von Monte-Carlo führt, durch das Casino und durch den Hafen voller Superyachten. Auf so wenig Fläche leben rund 39.000 Menschen – entsprechend eng und teuer ist es dort mit Parkplätzen.
Genau das macht Monaco als Lade-Spot interessant: Statt mit leerem Akku bis ins teure, enge Zentrum zu fahren und dort verzweifelt einen Parkplatz zu suchen, lädt man einfach schon am Stadtrand – und geht von dort zu Fuß oder mit der Bahn weiter rein. Mein Ladeplatz lag in Beausoleil, dem französischen Ort direkt auf dem Hügel über Monaco – ich musste gar nicht bis ins eigentliche Stadtzentrum reinfahren.
- LandFürstentum Monaco, komplett von Frankreich umgeben
- LadenetzEVzen – „Réseau de recharge de la Riviera Française", betrieben mit SMEG Monaco
- LadeartAC-Ladesäulen im Straßenraum, verteilt über Monaco und angrenzende französische Orte
- BezahlmodellPro Stunde statt pro kWh – 2,50 €/h tagsüber, 1 €/h nachts
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1. AC-Ladesäulen im Straßenraum – über die ganze Region verteilt
📍 43.751166, 7.436163 (Beausoleil, Avenue de Saint-Romain) 🧭 Navigation starten
Anders als am Brenner gibt es hier keine Handvoll fester Ladeparks, sondern ein ganzes Netz einzelner Ladesäulen, verteilt über Monaco und die angrenzenden französischen Orte. Betrieben wird das Ganze von EVzen zusammen mit SMEG, dem Energieversorger von Monaco, unter dem Namen „Réseau de recharge de la Riviera Française" – ein Verbund aus 15 Gemeinden rund um Monaco.
Bezahlt wird nicht pro kWh, sondern pro Stunde: 2,50 €/h tagsüber (7–22 Uhr), 1 €/h nachts (22–7 Uhr), abgerechnet auf die Minute genau.
Weil abgerechnet wird, wie lange man an der Säule steht, und nicht wie viel Strom fließt, hängt der effektive kWh-Preis direkt von der Ladeleistung ab. Bei mir hat das Auto die ganze Zeit mit voller Leistung geladen – dreiphasig mit 11 kW. Macht: 2,50 € ÷ 11 kWh = rund 23 ct/kWh. Lädt das Auto langsamer (z. B. weil es gegen Ende der Ladung abregelt oder die Säule selbst weniger liefert), steigt der effektive Preis pro kWh entsprechend.
Beispielrechnung für einen längeren Stadtbummel: Bei 5 Stunden Ladezeit mit durchgehend 11 kW zahlt man 5 × 2,50 € = 12,50 € und bekommt dafür 5 × 11 kWh = 55 kWh – macht wieder die gleichen rund 23 ct/kWh. Und weil der Stundenpreis die Standzeit direkt mit abdeckt, war das Parken für die gesamten 5 Stunden in dem Fall quasi kostenlos inklusive. Und selbst wenn das Auto schon fertig geladen ist, bevor der Stadtrundgang vorbei ist: 2,50 €/h sind für Monaco – wo Parken sonst richtig teuer werden kann – immer noch ein sehr fairer Preis, und man muss sich um den Parkplatz keine Sorgen mehr machen.
Gleicher Anbieter, mehrere Standorte: Da es sich um dasselbe EVzen-Netz handelt, funktionieren andere Ladesäulen in der Region vermutlich genauso und zu vergleichbaren Preisen. Einfach in der „EVzen Charge"-App oder auf der Webseite nach der nächsten Station in der Nähe suchen.
2. Schnelllader am Tunnel – ungetestet
📍 43.737532, 7.427547 (Quai Louis II, La Condamine) 🧭 Navigation starten
Ungetestet: Ich bin bei einem Spaziergang zufällig auf diesen Schnelllader gestoßen, habe ihn aber selbst nie benutzt. Keine Angaben zu Ladeleistung, Preis oder Zuverlässigkeit aus eigener Erfahrung – wer ihn ausprobiert, darf mir gerne Bescheid geben.
Die Lage ist trotzdem bemerkenswert: Quai Louis II liegt direkt am Tunnel, der zur legendären Formel-1-Strecke durch Monaco gehört, gleich beim Yacht Club de Monaco im Hafenviertel La Condamine. Wer sowieso in der Gegend ist, um sich die Rennstrecke live anzuschauen, hat den Lader quasi auf dem Weg.
Monaco bzw. Monte-Carlo als Ziel
Was Monaco als Ziel selbst hergibt, muss ich niemandem groß erklären: der Hafen voller Superyachten, die Formel-1-Strecke mitten durch die Stadt, das berühmte Casino von Monte-Carlo, dazu die Kulisse direkt am Mittelmeer – dichter gebaut geht kaum irgendwo in Europa. Schon die Anfahrt über die Corniche-Straßen oberhalb der Stadt ist ein Erlebnis für sich, mit freiem Blick über die ganze Bucht.
Fazit: Wo lade ich in Monaco?
- Günstig und unkompliziert laden: eine der EVzen-AC-Säulen am Stadtrand (z. B. Beausoleil) – kein Grund, mit leerem Akku bis ins teure, enge Zentrum zu fahren.
- Schnell laden nötig: den Schnelllader am Quai Louis II probieren – aber auf eigenes Risiko, da ungetestet.
- Für beides gilt: einfach den QR-Code an der Säule scannen und im Browser bezahlen (z. B. mit Google Pay) – keine App nötig, klappt auch ganz ohne Französischkenntnisse.